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Wenn man die ersten drei Gänseblümchen, die man findet, isst, werden alle Wünsche wahr, heißt es.
Das Gänseblümchen hilft, seelische Verletzungen zu heilen. Wie keine andere Pflanze bringt sie kindliche Gefühle in Erinnerung. Lässt uns an Tage voller Unbeschwertheit und Unschuld denken, als wir in jungen Jahren lachend über die Wiesen rannten und aus Gänseblümchen Kränze und Sträuße gebastelt haben. Diese Fähigkeit, lange Vergessenes wieder ans Tageslicht zu bringen, ist eine ihrer großen Heilwirkungen.
Das Gänseblümchen vermag es, uns wieder mit der unverletzten, liebevollen Seite in uns zu verbinden und ein Gefühl von Unverletzlichkeit sowie Unschuld und Reinheit zu vermitteln. Diese (äußerlich) zart wirkende Pflanze ist eine große Heilerin in seelischer Not, z. B. wenn einem physische oder psychische Gewalt angetan wurde, auch wenn dies vielleicht schon Jahre oder Jahrzehnte zurückliegen mag. Auch wenn wir uns selbst Unrecht angetan haben und der Körper darauf mit Überlastungssymptomen wie diversen Muskelverletzungen oder anderen Verletzungen und Symptomen reagiert, kann das Gänseblümchen heilsam wirken. Denn sein Wesen vermittelt uns, liebevoller mit uns selbst umzugehen und wieder mehr Selbstmitgefühl zu entwickeln.
Das Gänseblümchen legt ein besonderes „Verhalten“ an den Tag. Eigentlich wächst ihr Stängel bis zu 10 cm hoch, die Blattrosette hingegen klein und dicht am Boden. Wenn dem Gänseblümchen der Rasenmäher begegnet, was ja einer Verletzung gleichkommt, verliert diese Pflanze nie den Mut, sondern reagiert auf folgendermaßen: Es merkt sich die Schnitthöhe und wächst ab sofort darunter, sodass diese Verletzung nicht noch einmal stattfinden kann. Ist das nicht phänomenal?
Das Leben gibt es nicht ohne Verletzung und traumatische Erlebnisse. Doch es gibt Kräfte, die unser seelisches Gleichgewicht wiederherstellen können, damit wir uns nicht den Mut nehmen lassen, unser Gesicht immer wieder der Sonne entgegenzustrecken. Nicht umsonst erzählt man über die zarten Rosafärbungen ihrer weißen Blütenblätterränder, dass diese entstanden sind, als der Himmelssohn ihr als Zeichen seiner Anerkennung einen sanften Kuss zukommen ließ.
Ich liebe das Gänseblümchen, denn mit ihm kann man fast alles machen und beinahe das ganze Pflänzchen essen. Die Blätter, der Stiel und die Blüten lassen sich verzehren, dabei hat man Bitterstoffe en masse. Die Knospen können in Öl eingelegt oder auch mit anderen Kräutern oder Knospen gemischt werden. Im Winter kann man ihm einen mediterranen Hauch geben.
Das Gänseblümchen zählt zu den Korbblütlern und enthält ätherische Öle, Bitterstoffe, Eisen, Flavonoide, Gerbstoffe, Inulin, Kalium, Kalzium, Magnesium, Saponine, Schleimstoffe sowie die Vitamine A, C und E (Tocopherol). Seine Wirkung ist blutreinigend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, stoffwechsel- und verdauungsanregend. Es hilft bei Arterienverkalkung, Bronchitis, Ekzemen, Erkältungen, Fieber, Frühjahrsmüdigkeit, Gebärmutterproblemen, Hämorrhoiden, Hautentzündungen und -problemen, Husten, Leberschwäche, Lippenherpes, Wunden, Pickeln und Zahnfleischentzündungen.
Liebe Grüße Sabine
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