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Die große Klette

Aktualisiert: 24. Jan.

Die große Klette (Articum lappa L.) gehört zu den Korbblütlern.

Vorsicht: Es gibt Menschen, die gegen Korbblütler allergisch reagieren.

Ein sicheres Erkennungsmerkmal stellen die Stiele der bis zu 30 cm breiten und 50 cm langen Grundblätter dar. Sie müssen markig sein, ähnlich dem Rhabarber. Die Pflanze kann insgesamt zwischen 50 cm und 2 m hoch werden. Die Blätter sind grün, herzförmig gestielt und so groß, dass man sie als Regen- oder Sonnenschirm verwenden kann. An der Unterseite sind die Blätter weißgrau und filzig. Der Stängel ist kräftig und meist rötlich gerieft, während die Blüten von rosa bis lila blühen. Wenn die Blütenköpfe einen Durchmesser zwischen 3 und 5 cm messen, handelt es sich um die große Klette. Bei nur 1 bis 3 cm ist es die kleine Klette. Die Blütezeit bei beiden Klettenarten beginnt im Juni/Juli und endet im September. Ebenso wachsen beide an denselben Standorten. Diese sind Schuttplätze, Gräben sowie an Wald- und Wegrändern., gern auf stickstoffreichen Böden. Vermehrt wird die Pflanze durch ihre Kletten, die sich am Fell der Tiere oder an der Kleidung des Menschen anhaften. Für die einen, besonders Landwirte, ist sie eine lästige Pflanze, für die anderen hingegen ein Gemüse, das an den Geschmack von Schwarzwurzeln erinnert.

Die medizinischen Anwendungen waren schon im Altertum bekannt. Die Blätter der Klette sind keimabtötend und aus den Samen kann ein fettes Öl für die Küche gewonnen werden. Das Klettenwurzelöl hilft gut gegen schuppige Kopfhaut. Es handelt sich hierbei um eine zweijährige Pflanze. Die Blätter erinnern an Rhabarber und so werden sie auch zubereitet. Im 1. und 2. Jahr bevor die Pflanze den Blütenstängel bekommt, schneidet man (am besten mit einem scharfen Messer) max. 2 Stängel pro Pflanze ab (nachhaltig sammeln), die Blätter werden abgeschnitten und nur der Blattstiel wird geschält und als Spargelgemüse gegessen. Als Inhaltsstoffe enthält die Klette ätherisches Öl, Gerbstoffe, Glukose, Kalium, Harz und antibiotische Wirkstoffe.

Weiterhin wirkt sie antidiabetisch, antiseptisch, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend und fördert die Gallensekretion. Besonders gut hilft sie bei einer gestärten Leber- und Gallenfunktion. Gegen Akne ist eine Anwendung innerlich und äußerlich möglich. Weitere Behandlungsoptionen sind Abszesse, Ekzeme, Diabetes, Eiterflechten, Gicht, Hautgeschwüre, Hautflechten, Juckreiz, Masern, Rheuma, Steinerkrankung und Wunden. Auch zur Pflege von Haut und Haar kann die Klette verwendet werden.

Als homöopathisches Mittel gegen Akne, Ekzeme und eine schuppige Kopfhaut wird beispielsweise ein Klettenwurzeltee zubereitet. 2 gehäufte Esslöffel geschnittener Klettenwurzel werden mit 1/2 L kaltem Wasser übergossen. Dieser Sud wird 5 Stunden stehen gelassen, dann kurz zum sieden erhitzt, 1 Minute im Sieden gehalten und abgeseiht. Hier kann man 3 mal täglich 1 Tasse Tee trinken. Zudem kann man sich mit dem Tee waschen, die Akne betupfen oder mit Umschlägen behandeln.

Und dabei ganz ohne Nebenwirkungen Die ganze Pflanze ist verwertbar, wertvoll und im Normalfall mit keiner anderen Pflanze verwechselbar.

ACHTUNG: Die Wurzel sieht aus wie bei der Tollkirsche, daher bitte aufpassen, dass in der Nähe keine Tollkirsche wächst.

Die Wurzel selber ist bis zu 60 cm lang und ästig verzweigt. Sie ist sehr sättigend und kann ab September bis über den Winter als Kochgemüse, Gemüseauflauf oder geschält auch roh gegessen werden. Der längsfurchige, meist rote Stängel ist kräftig und kann geschält von Mai bis August zu einem Gemüsebrei verarbeitet werden. Die ganz jungen Blätter von April bis Juni eignen sich zu Gemüsegerichten, als Spinat oder Salat. Die jungen Sprossen eignen sich zum Spargelgemüse.


Liebe Grüße Sabine

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