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Seit Bestehen der Menschheit haben sich zahllose weise Experten aus Religion, Philosophie, Wissenschaft, Kultur und Bildung die Köpfe darüber zerbrochen, was hinter Krieg und Frieden steht. Sie haben immer wieder versucht, für diese Phänomene eine allgemeingültige Definition zu finden. Der bekannte russische Autor Leo Tolstoi hat diesem Thema sogar einen ganzen Roman gewidmet.
In unserer Gegenwart ist die Menschheit erneut mit weltweiter Instabilität und Kriegsgefahr konfrontiert. Dies ist wohl einer der Gründe, weshalb die Fragen nach dem tieferen Sinn und nach den eigentlichen Hintergründen von Krieg und Frieden akut aufbrechen. Viele fragen sich, weshalb die Menschheitsgeschichte von einem ständigen Auf und Ab, von Friedenszeiten mit einem blühenden Aufbau, aber dann auch wieder von Kriegszeiten mit totaler Zerstörung und Vernichtung alles Errungenen geprägt ist. Dies besonders, seit wir in Europa nach einer jahrzehntelangen Zeit des Aufbaus und Wohlstands erneut einer drohenden Kriegsgefahr (siehe Ukraine-Russland-Krieg) aus gesetzt sind. Doch wie kommen wir als Menschheit aus diesem geschilderten Teufelskreis heraus? Liegt der Grund für dieses stetige Auf und Ab, den ständigen Neuaufbau und die nachfolgende Vernichtung darin, dass neue Generationen die eigentliche Ursache für Krieg und Unfrieden immer wieder vergessen bzw. verdrängen? Man könnte es meinen, wenn man sich die jahrzehntelange Friedenszeit in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg vor Augen hält. Die deutsche Nachkriegsgeneration hat sich an Wohlstand und an eine ständige Aufwärtsentwicklung gewöhnt und bei ihrem Streben nach Besitz und Unterhaltung völlig außer Acht gelassen, wem sie diese Friedenszeit eigentlich zu verdanken hat.
Vielleicht ist es daher an der Zeit, wieder einmal genauer zu betrachten, was die Bibel als Wort Gottes der Menschheit zu dieser wichtigen Thematik zu sagen hat. Nach den Aussagen Jesu ist Frieden keine menschliche Leistung oder gar eine diplomatische Errungenschaft. Zu seinen Jüngern sagte er in Joh. 14,27:
„Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; ich gebe euch nicht, wie die Welt gibt. Euer Herz soll nicht erschrecken und sich nicht fürchten“.
Sein Nachfolger Paulus bringt es so zum Ausdruck (Kol. 3,15):
„Und lasst den Frieden Christi Schiedsrichter sein in euren Herzen, zu welchem auch ihr berufen worden seid in einem Leib, und seid dankbar“.
Nach der Bibel hat echter Friede mit der unmittelbaren Gegenwart bzw. Herrschaft unseres Schöpfergottes zu tun. Sie be zeugt, wo immer seine Person, seine Geistesmacht, ja, wo immer sein Leben geben der Geist ungehindert regieren kann, da herrscht auch ein umfassender Friede, eine Ausgewogenheit, ein allgemeiner harmonischer Ausgleich der Interessen, ein Gesamtbewusstsein für die Bedürfnisse aller Lebewesen – auch der Schwachen und Benachteiligten; eine Synergie, in der alles miteinander verbunden und eins vom an deren abhängig sowie aufeinander angewiesen ist. Und noch ein Weiteres: Diese göttliche Herrschaft ist nicht nur äußerlich, sondern sie beginnt vor allem innerlich in unseren Herzen. Können wir über unsere Gedankenwelt und vor allem auch über die Worte, die aus unserem Mund hervorgehen, wirklich herrschen? Nach meiner Erfahrung ist dies nur möglich, wenn wir mit einem bedürftigen Herzen bei diesem Schöpfergott andocken und im vertrauen den Aufblick (anthropos = Mensch = Hinaufgewandt-Schauender) seine Lösung für unsere schier unlösbaren Menschheitsprobleme in Anspruch nehmen. In seinem Brief weist Jakobus darauf hin (3,5):
„So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, welch einen großen Wald zündet ein kleines Feuer an“.
Wenn wir also unsere Gedanken (Hochmut, Stolz, Herablassung, Miss trauen, Ausgrenzung, Spaltung) als eigentliche Ursache unserer zerstörerischen Worte nicht kontrollieren können, dann brauchen wir uns über immer wieder auf tretende Kriegszeiten nicht wundern.
Denn die Bibel, die uns Gottes Lösung vor Augen stellt, lässt uns auch nicht darüber im Unklaren, dass es eine absolut gegensätzlich gepolte, abgrundtief böse Geistes macht gibt, die von der Bibel als Teufel, Satan, Durcheinanderwerfer, Zerstörer usw. bezeichnet wird. Diese Wesenheit hat als Person zusammen mit ihren Helfershelfern nur eines im Sinn: Die ursprünglich angelegte göttliche Schöpfungsordnung mit ihrer Harmonie und ihrem Frieden völlig zu zerstören.
Nach Psalm 2 sind wir heute mit einer bös artigen, die Welt wie eine Krake umspannenden Verschwörung konfrontiert, welche mit allen Mitteln versucht, die göttliche Schöpfungsordnung völlig aufzulösen, indem die gesamte Menschheit unter das Diktat einer „Neuen Weltordnung“ mit einer Welteinheitsregierung, einer digitalen Welteinheitswährung und einer Welteinheitsreligion (Satanismus) gezwungen wird. Dazu bedarf es einer lückenlosen Überwachung jedes einzelnen Menschen mit Abschaffung der Privatsphäre, einer totalen Enteignung von Privatpersonen so wie der Auflösung jeglichen menschlichen Zusammenhalts in Familie, Gesellschaft und Volksgemeinschaft.
Der von dem WEF (Weltwirtschaftsforum)-Führer Klaus Schwab und seinem Geistesbruder Yuval N. Harari beschworene „Great Reset“ (Großer Neuanfang nach Zerstörung der alten Ordnung) und der darin enthaltene Transhumanismus (Auflösung des menschlichen Bewusstseins in der digitalen Technik) lassen grüßen.
Wer trägt nach der Bibel in diesem epischen Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Frieden und Krieg, den endgültigen Sieg davon? In Psalm 2,4 heißt es, dass Gott über diese weltweite Verschwörer Clique lacht und über sie spottet. Er bringt unmissverständlich zum Ausdruck (Vers 5), dass er einst in seinem Zorn mit ihnen reden und sie mit seinem Grimm schrecken wird. Alle, die sich weltweit gegen seine Schöpfungsordnung auflehnen und diese über den Haufen werfen wollen, wer den letztendlich krachend scheitern. In Vers 7 und 8 sagt er: „Kundtun will ich den Ratschluss des Herrn. Er hat zu mir gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Fordere von mir für dich, so will ich dir die Völker zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum“.
In Matthäus 5 spricht Jesus davon, dass die Schwachen und Sanftmütigen den Erdkreis besitzen werden. Nicht die skrupellosen und machtgierigen Superreichen wer den in Zukunft über diese Erde herrschen, sondern allein sein zu Ihm aufschauendes, abhängiges und bedürftiges Volk. Wenn Du solch ein Schwacher und Bedürftiger bist, sei ermutigt und erkenne Dich als Erben Gottes, der nach dem Zeugnis der Schrift als Herrscher über Seine erneuerte Schöpfung eingesetzt wird!
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